Das richtige Campingzelt wählen: 7 wichtige Punkte zum Beachten

Das richtige Campingzelt wählen: 7 wichtige Punkte zum Beachten

Ein gut ausgewähltes Zelt bedeutet trockene Nächte und einen sorgenfreien Aufenthalt. Ein schlecht ausgewähltes Zelt bedeutet Wasser, das beim ersten Gewitter auf dem Schlafsack perlt, oder zwei Stunden Auf- und Abbau unter den Blicken der Nachbarn. Bevor Sie kaufen, sollten Sie diese Punkte überprüfen, je nachdem, wie Sie campen.

1. Die Personenkapazität: großzügig planen

Die angegebene Personenkapazität entspricht in der Regel der Anzahl der Personen, die nebeneinander liegen, ohne viel Platz für Rucksäcke oder Gepäck. Bei einem mehrtägigen Campingaufenthalt wählen Sie ein Zelt mit einer Person mehr als Schlafplätze. Achten Sie auch auf die Abmessungen des Schlafbereichs (Länge und Breite) und nicht nur auf die Angabe auf der Verpackung, besonders wenn Sie auf breiten Matratzen schlafen.

2. Die Wasserdichtigkeit: der Schmerber-Index

Die Wasserdichtigkeit eines Zeltstoffs wird in Millimetern gemessen: das ist die Höhe der Wassersäule, der er standhält, bevor Wasser durchdringt, nach der ISO-Norm 811. Man spricht vom Schmerber-Index. Beim Außenzelt eines Zeltes findet man häufig Werte zwischen 3.000 und 5.000 mm. Die Bodenbahn, die das Körpergewicht trägt, weist oft 10.000 mm oder mehr auf. Überprüfen Sie auch, ob die Nähte versiegelt sind (thermisch verschweißt oder versiegelt): hier dringt oft Wasser ein.

3. Das Außenzelt: der beste Schutz vor Kondensation

Die meisten Campingzelte haben ein Außenzelt: ein atmungsaktiver Innenschlafsack und eine wasserdichte Außenbahn, getrennt durch einen Luftraum. Kondensation bildet sich auf der Außenbahn und tropft nicht auf Sie. Damit dies richtig funktioniert, dürfen sich die beiden Bahnen nicht berühren: spannen Sie die Seile gut.

4. Die Materialien: Polyester, Baumwolle oder Polyester-Baumwolle

  • Polyester: leicht, günstig, trocknet schnell. Es wird in der Sonne schnell warm und Kondensation ist stärker ausgeprägt.
  • Baumwolle oder Polyester-Baumwolle: schwerer und teurer, aber besser atmungsaktiv, behält Frische im Sommer und begrenzt Kondensation. Es muss getrocknet werden, bevor es eingelagert wird, sonst schimmelt es.

Für einen längeren Aufenthalt am gleichen Ort im Hochsommer ist Polyester-Baumwolle komfortabel. Zum häufigen Umziehen oder für Fahrradreisen ist Polyester wegen seines Gewichts überlegen.

5. Der Aufbau: vor der Abreise testen

Kuppelzelt, Tunnelzelt, aufblasbares Zelt mit Luftschläuchen oder selbstaufblasendes Zelt: jedes System hat seine Vorteile. Aufblasbare Zelte werden schnell aufgebaut, nehmen aber Platz im Kofferraum ein; „Zwei-Sekunden"-Zelte sind praktisch, aber schwer wieder zusammenzupacken und wenig windbeständig. Welches Modell auch immer, bauen Sie es vor der Abreise einmal im Garten oder Park auf: Sie sehen, ob ein Teil fehlt, und können die Zeit planen.

6. Belüftung und Wohnkomfort

Achten Sie auf die Anzahl der oberen Belüftungsöffnungen, Moskitonetze an den Türen und das Vorhandensein eines Vordachs oder eines überdachten Vorzelts zum Essen im Trockenen. Zwei Eingänge vermeiden nächtliches Übersteigen des Nachbarn. Für Familien ist ein Zelt mit mehreren durch einen Wohnbereich getrennten Schlafkammern die komfortabelste Lösung. Ein verdunkelnder Stoff (oft „dark" oder „black" Kammer genannt) hilft Kindern zu schlafen, wenn es früh hell wird.

7. Gewicht und Platzbedarf

Beim Camping mit dem Auto zählt das Gewicht wenig, aber der Platzbedarf im Kofferraum ist wichtig. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Motorrad zählt jedes Kilogramm: vergleichen Sie das auf dem Herstellerdatenblatt angegebene Gewicht, das von wenigen Kilogramm für ein Wanderzelt bis zu viel mehr für ein großes Familienzelt reicht. Um das Zelt mühelos aufzustellen, besorgen Sie sich stabilere Heringe als die beiliegenden, die für harte oder sandige Böden geeignet sind.

Für wen welches Zelt?

  • Paar auf Reisen: leichtes Kuppel- oder Tunnelzelt, 3 Plätze, Außenzelt, schneller Aufbau.
  • Familie für ein oder zwei Wochen Aufenthalt: Tunnelzelt oder aufblasbares Zelt mit separaten Schlafkammern und Wohnbereich, aus Polyester oder Polyester-Baumwolle.
  • Wanderer und Wildcamp: leichtes und kompaktes Zelt, das in wenigen Minuten aufgebaut werden kann (und nur dort aufgestellt werden darf, wo es erlaubt ist, siehe unseren Artikel zu Wildcamping und Biwak).

Noch nicht zum Kaufen bereit?

Viele Campingplätze bieten bereits aufgebaute und ausgestattete Zelte an, eine gute Möglichkeit, das Leben unter Zeltstoff zu testen, ohne zu investieren. Dies ist zum Beispiel beim camping Le Capeyrou in Beynac-et-Cazenac oder beim camping Au Gré des Vents in Rochefort-en-Terre der Fall. Wenn Sie bereits Ihr Zelt haben, suchen Sie nach schattigen Plätzen, wie beim camping Les Pastourels in der Dordogne. Und zum Warmschlafen außerhalb der Saison lesen Sie unsere Tipps zum Herbstcamping.

Um Ihren nächsten Campingplatz zu finden, öffnen Sie die Campingkarte oder durchsuchen Sie die Liste der Campings.

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